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Die
Ostsee (auch Baltisches Meer genannt, von lat. Mare Balticum,
röm./histor. Suevisches Meer nach dem
damaligen Stamm der Sueben im heutigen Mecklenburg)
ist ein 413.000 km² großes, bis zu 459 Meter tiefes
Binnenmeer in Europa und gilt als das größte
Brackwassermeer der Erde. Größe
- Ausdehnung:
413.000
Quadratkilometer
- Wasservolumen:
21.600
Kubikkilometer
Meerestiefe
- Maximale Tiefe:
459 m
- Zweittiefste
Stelle:
259 m
- Durchschnittliche
Tiefe: 52 m
Küstenformen
Die
Küstenformen der Ostsee sind ein Resultat
eiszeitlicher Gletscherbewegungen und nach-eiszeitlicher
Geländehebung im nördlichen und -absenkung im
südlichen Bereich der Ostsee, die bis
heute andauern. Beeinflusst werden die Küsten
außerdem durch die Lage in der Westwindzone wodurch von
Westen her beständig Sedimente angeschwemmt werden.
Unterschieden werden folgende Erscheinungsformen:
Fjordküste
Auch
an der Ostsee finden sich Fjorde. Sie
kommen vor allem an den Küsten des Kattegats, das
heißt in Dänemark und im südwestlichen
Schweden vor. Im Unterschied zu den norwegischen Fjorden sind sie
weniger tief eingegraben, weil die Eisdecke hier nicht so
mächtig war. Schärenküste
Die
schwedisch-finnische Küste in der Zentralen, Nördlichen
und Östlichen
Ostsee ist fast ausschließlich eine
Schärenküste; ab und zu findet man noch vereinzelte Fjorde
("Fjord-Schären-Küste").Schären sind der
Küste vorgelagerte, kleine und kleinste felsige Inseln, die
durch den Abschleifeffekt der Gletscher eine charakteristische
Kuppenform aufweisen. Weil die Ostsee nur geringe
Gezeiten aufweist, sind sie über die letzten Jahrtausende
praktisch unverändert geblieben. Das flach abfallende
Gelände wurde beim Abschmelzen des Eispanzers
überflutet und die Kuppen ragten fortan als Inseln heraus;
durch die Geländehebung sind mit der Zeit weitere,
vorgelagerte Schären
entstanden. Kliffküste
In
einigen Fällen, zum Beispiel auf Gotland oder
Bornholm, haben sich Kliffküsten gebildet. Diese ragen als
Steilküsten schroff hervor und markieren
Geländebrüche im geologischen Untergrund. Kliffkanten
finden sich auch unterhalb des Meeresspiegels. Auch die
Nordküste Estlands zum Finnischen Meerbusen hin ist durch
solch eine Bruchlinie geprägt. Von West nach Ost
rückt dieses Kliff immer näher an die aktuelle
Küstenlinie heran und erreicht bei Sillamäe mmerhin
knapp 60 m Höhe. Eine bekannte Steilküste befindet
sich auf der Insel Rügen. Die weißen Kreidefelsen
des Königusstuhls auf Rügen bezeichnet man
auch als totes Kliff, da sie nicht ständig von der Brandung
erreicht werden. Fjördenküste
In
Schleswig-Holstein etwa von Flensburg bis
Lübeck ist der Küstenabschnitt durch Förden
gekennzeichnet. Förden sind die Flensburger
Förde die Schlei, die Eckernförder Buchtund
die Kieler Förde. Diese sind bei der Entstehung der Ostsee
durch den Anstieg des Meeresspiegels vollgelaufene ehemalige
Gletschertäler. Der Unterschied zu Fjorden
besteht darin, dass die Gletscher sich nicht vom Land zur See bewegten,
sondern umgekehrt der Eispanzer über der heutigen
‘‘Ostsee’’ Gletscher
vorantrieb, die nach dem Abschmelzen eine Rinne übrig
ließen, die sich mit Seewasser füllte. Boddenküste
Die
vorpommersche Küste ist durch Boddenlandschaften
geprägt.Bodden sind dadurch entstanden, dass vormalige Inseln
durch stetige Zuführung von Material, hauptsächlich
Sand, durch schmale Brücken miteinander verbunden
worden sind. Die
rückwärtigen Gewässer die Bodden,
sind dadurch größtenteils von der Ostsee
abgetrennt worden und mit ihr nur noch Rinnen verbunden.
Ausgleichsküste
Die
Ausgleichsküste bestimmt die Küstenlinie
Polens von Stettin bis kurz vor Danzigund die lettische
Küste. Hier sind die typischen reich
gegliederten glazialenKüstenformen durch die
Anströmung und den Sedimenttransport von Westen her
ausgeglichen worden, so dass der Verlauf fast gerade ist. Dies ist
möglich geworden, weil die von der Nordsee
hereinströmenden Wassermassen auf eine Küstenlinie
treffen, die von Südwest nach Nordost verläuft und
dadurch Transportmaterial anlagert. Haffküste
Die
Haff- oder Nehrungsküste ist im
Küstenabschnitt zwischen Danzig und Klapedia entstanden.
Außerdem wird das Stettiner Haff ebenfalls hinzu
gezählt. Haffs entstehen vor Flussmündungen
als Brackwasserreservoire, die durch schmale Landzungen, die
Nehrungen, von der übrigen Ostsee
größtenteils abgetrennt wurden. Durch die
ständige Zufuhr von Flusswasser schließen sich die
Nehrungen nicht, sondern bleiben als langgestreckte
Halbinseln bestehen, die eine Rinne zum Meer offen lassen.
Die
bekanntesten Haffe sind das Kurische und das Frische Haff. Eine
(unvollständige) Nehrung bildet auch die Halbinsel Hel bei
Zoppot. Der
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